Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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Die Zitadelle Spandau und der Bezug zu Zossen

A2026 Zitadelle 1m 7. Februar 2026 war Karl-Heinz Bannasch aus Berlin-Spandau wieder einmal zu Gast in Zossen. Geladen war er erneut, um über das Thema der bekannten Zitadelle Spandau und deren Bezug zu Zossen zu sprechen.

Bereits im Jahr 2015 war er mit diesem Thema erstmalig in Zossen und begeisterte damals die Besucher.  Danach folgten jährlich neue interessante Vorträge, bis Corona dazwischenkam.  In Erinnerung geblieben ist nicht zuletzt die Auftaktveranstaltung zur 700-Jahr-Feier Zossen im Gemeindesaal im Jahr 2020, zu der Karl-Heinz Bannasch herzlich begrüßt wurde.  Die Berichte zu seinen Vorträgen in Zossen sind auf der Internetseite des Heimatvereins nachzulesen.

Erstmalig war Karl-Heinz Bannasch diesmal nun als Referent in den Räumen des „Alten Krug“.  Einen Tag zuvor war noch überlegt worden, den Vortrag wegen Glatteis abzusagen, was aber schließlich verworfen wurde. Und so standen Referent und Gastgeber mit großen Erwartungen ab 14.30 Uhr bereit, um die Besucher zu empfangen. Und sie wurden nicht enttäuscht, denn auf    die treue Besucherschar war wieder einmal Verlass. Bis 15 Uhr waren 30 Plätze besetzt, alle Gäste wurden mit Glühwein 2026 Zitadelle 2oder Kaffee versorgt und es konnte losgehen.

Zuerst wurden gerahmte Land-Karten, Kupferstiche und Bilder erklärt, sodass man schon einen guten Einstieg in die damalige Zeit hatte. Die bestehende Burg in Zossen sollte zu Großem erwachen, aber Zossen ist bekanntlich nicht zum Zug gekommen, da nach umfangreicher Prüfung die Eigentumsverhältnisse nicht geklärt waren. Zossen war zur damaligen Zeit noch ein Lehen in Richtung Prag, wo man katholisch war. Das evangelische Preußen wollte auf diesen Grund sicher nicht bauen. Nach den Unterlagen galten die Zossener schon damals als Querulanten. Zur damaligen Zeit sind auch nur 80 männliche Bewohner für hier benannt, denn Frauen und Kinder wurden nicht gezählt. Spandau lag dann doch günstiger an den großen Handelsstraßen und an der Berliner Residenz gelegen. Da der König oft schlecht bei„Kasse“ war, sollten die Städte und Dörfer u.a. Handwerker, Fuhrwerke usw. für den Zitadellen-Bau stellen. Natürlich hatte sich Zossen auch geweigert . . .

Wer die Zitadelle Spandau schon einmal besucht hat, kennt deren Ausmaße. Auf Zossen übertragen, hätte dies bedeutet, dass sie bis zum Kietz gereicht hätte. Alle Bürger hätten 2026 Zitadelle 3damals dann in der Zitadelle gewohnt oder wären ausgesiedelt worden.

Schnell und kurzweilig war dann auch die Zeit vergangen. Als kleines Dankeschön bekam Herr Bannasch das Buch „Die Burganlage von Zossen“ von Thomas Krause und das Buch „Auf Zeitreise durch Zossen“ von Fred Hasselmann überreicht. Zossen, das zeigen die Bücher, hat auch  ohne den Zitadellen-Bau eine schöne Entwicklung genommen.

Text: Karola Andrae
Fotos: Klaus Andrae

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