Heimatverein "Alter Krug" Zossen e.V.

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Exponate im Alten Krug

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Seit kurzem ist der Heimatverein Zossen im Besitz der Urkunde, in welcher der Magistrat und Stadtverordnete der Stadt Zossen am 3. Juli 1927 Franz Oertel zum Ehrenbürger der Stadt Zossen ernannten. Der Ledermappe mit der Ehrenbürgerurkunde lag noch eine weitere Urkunde bei. Danach war Franz Oertel der Kirchenälteste und erhält von der Evangelischen Kirche der Mark Brandenburg in „dankbarer Anerkennung langjähriger und treuer Arbeit im Dienste für Kirche und Gemeinde“ am 1. Juli 1929 eine Ehrenurkunde. Der Zossener Chronik von Louis Günther ist zu entnehmen, dass man bereits 1924 die nach der Revolution abgegangenen Ratmänner Franz Oertel, Ernst Götze und Karl Schwietzke zu Stadtältesten ernannte. „Der Ratman Bernhard Fink und dem Stadtarzt Geheimen Sanitätsrat Dr. v. Ubisch wurde das Ehrenbürgerrecht angetragen“ (S. 109).1

Weiterlesen: Ehrenbürgerurkunde für Franz Oertel

Der Heimatverein erwarb eine Werbeseite, die Aufschluss über den Erfindergeist des Mühlenmeisters W. Otto aus Zossen gibt.

2020 05 18 03Auf diesem Werbeblatt offeriert der W. Otto, Mühlenmeister aus Zossen, Referenzen für sein Patent „Selbständige Zug-Jalousie-Regulierung ohne Bruststück und Welle zu durchbohren und bei Hinterwind selbständig öffnend“.  Dieses Patent ist nach seinen Angaben als Deutsches Reichs- Patent-No 100 944 registriert. Auf der Rückseite des Werbeblattes wirbt er für ein weiteres seiner Patente einer „Getreide-, Spitz- und Reinigungsmaschine“ unter der Deutsches Reichs-Patent No- 145 397. Ein Blick in die Liste der vergebenen Patentnummern D.R.P., Deutsches Reichspatent, und D.R.G.M., Deutsche Reich Gebrauchs Muster, 1877 – 1945 verrät, dass die Patente über die Zugjalousie 1898 und über die Getreidemaschine 1903 erteilt wurden. (1)

Ohne zu sehr in die technischen Details einzusteigen, nur so viel, die Zugjalousie regelte den Lauf des Mahlwerkes bei wechselnden Winden und Witterungsverhältnissen. Das Bruststück ist jenes Teil am Flügelwerk, an dem die Flügel – Ruten angebracht sind. Die technischen Details des Mühlenbaus können in Werner Schnelle: „Mühlenbau-Wasserräder und Windmühlen bewahren und erhalten“ (2) nachgelesen werden. Unter dem Stichwort Mühlenaufbau finden sich aber auch im Internet sehr detaillierte Konstruktionshinweise.

Weiterlesen: Deutsche Reichspatente No. 100944 und No. 145397

20200423 113857bDer Heimatverein erhielt aus den Händen des ehemaligen Leiters der ZBE ACZ Zossen die Chronik des Betriebes. Die Abkürzungen ZBE und ACZ sind vielleicht jener Generation, die in der DDR gearbeitet und gelebt hat, noch ein Begriff. Sie würden sicherlich in Vergessenheit geraten, wenn sie nicht als Teil der DDR-Geschichte, aber auch der Heimatgeschichte vor Ort, vor allem in den landwirtschaftlich geprägten Gebieten, verstanden und auch aufbereitet würden.
Die Agrochemischen Zentren (ACZ) waren Zwischenbetriebliche Einrichtungen (ZBE) die für mehrere Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG), Volkseigenen Gütern (VEG) und Forstbetrieben die Lagerung und Ausbringung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln übernahmen. Übrigens die Abkürzungen für die Strukturen der landwirtschaftlichen Produktion enthielten meist drei Buchstaben, so unter anderem LIW, KFL, KAP, LTA, ZGE, GPG, LVG.
Dem Heimatverein liegt jetzt die Chronik des ACZ – Dabendorf vor. Daraus wird deutlich, dass das ACZ Dabendorf maßgeblich das gesamte gesellschaftliche Leben im Kreis Zossen mitprägte. Auf 124 Seiten ist minutiös die Vorgeschichte des ACZ und seine Entwicklung in Wort und Bild bis 1985 festgehalten.

Weiterlesen: Heimatverein erhielt Chronik von der ZBE ACZ Zossen

2018-09-14

2018 09 14 01Nun ist die "Beußel-Bank“ hier im „Alten Krug“ in den Weinbergen. Kirchenbesucher werden diese schwarzbraune Bank mit den Schnitzereien, der hohen Rücklehne und den gewaltigen Armlehnen kennen. Man nennt sie die „Beußel-Bank“. Viele Jahre stand sie in der Sakristei der Zossener Dreifaltigkeitskirche später dann im Gemeindesaal, gleich neben dem verschlossenen Aktenschrank. Nach der Wende wurde die Bank schon etwas restauriert und zeigt sich so im heutigen schwarz-glänzendem Zustand den Besuchern. Besonders Kinder liebten diese Bank, konnte man mit dem Po doch schön drauf rutschen und gab oft den Eltern eine Verschnaufpause. Viel kann über diese Bank noch nicht berichtet werden. Ist sie ein Geschenk des Rittergutsbesitzer Fritz Beußel an die Kirche gewesen?

 

Weiterlesen:  „Beußel-Bank“

2012-09-09

2012 09 09 03Michael Sommer übergab dem Heimatverein einen ca. 1955 als Gesellenstück im Familienunternehmen Reimann in Dabendorf gefertigten Tisch.

Zum Tag des Offenen Denkmals hatte MIchael Sommer für die Ausstellung zur Dresdener Eisenbahn das Modell des Zossener Bahnhofs beigesteuert. Nachdem er das Modell mit aufgestellt hatte verabschiedete er sich von Klaus Andrae, dem Museumsleiter, mit den Worten: „Ich werde sehen, ob ich den Tisch transportiert bekomme.“

Weiterlesen: Ein runder Tisch für den Heimatverein

2012-09-09

2012 09 09 18 01Frau Elvira Dahlke übergab anlässlich des Tages des Offenen Denkmals dem Heimatverein „Alter Krug“ ein Konfirmationskleid ihrer Großmutter. Ihre Großmutter, Anna Schadow, geborene Petermann, wurde 1887 in Schöneiche geboren. Sie wohnte später in den Weinbergen Nr. 72 bzw. 38, also in unmittelbarer Nähe des Alten Kruges. Wenn sie das Kleid mit 14 zur Konfirmation getragen hat, dann wäre diese 1901 gewesen. Genauere Angaben ließen sich sicherlich aus den Kirchenbüchern ermitteln. Fakt ist jedoch, das Kleid ist über 110 Jahre alt. Wer sich das Kleid näher anschaut, muss kein Experte sein, um dieses Kleid als eine wertvolle Schneiderarbeit zu erkennen.

 

 

 

 

 

Weiterlesen:  Über 100 Jahre altes Konfirmationskleid

2010-11-24

2010 11 24 06 Dies hat auch Volkmar Wittenhagen (84) erfahren, als er nach dem II. Weltkrieg, zurück aus Kriegsgefangenschaft, aus praktischen Gründen nicht seine durch den Krieg unterbrochene kaufmännische Ausbildung fortsetzte, sondern Tischler lernte. Diesem Umstand verdankt der Heimatverein „Alter Krug" heute die Übergabe von neunzehn Kunsttischlerhobel, die mindestens achtzig Jahre alt sein dürften. Als Herr Wittenhagen sie Anfang der fünfziger Jahre von der Witwe eines Kunsttischlers erwarb, arbeitete er zwar bereits im Laden bei seinem Vater in Berlin Lichterfelde. Dem Anblick dieser Geräte, was heißt hier Geräte, dieser Werkzeuge oder besser noch der Violinen eines Tischlers, konnte er nicht widerstehen. „Dazu gehört eigentlich noch eine Hobelbank", so der 84 jährige, aber die brauche er noch.

Weiterlesen: Wo gehobelt wird, da fallen Späne

2010-04-19

2010 04 19 01Dies kann der Tisch aber nicht! Deshalb wird aufgeschrieben, was über ihn erzählt und in Erfahrung gebracht wird. Der Stirnwandtisch, der heute in der guten Stube im Heimatmuseum „Alter Krug“ in Zossen steht, stand nicht immer dort, aber ist ziemlich genau so alt wie der Alte Krug. Jedoch ohne dendrochronologische Untersuchung lässt sich das genaue Alter nicht exakt feststellen. Im Unterschied zu einem Vierbeintisch, wurden für die Stirnseiten des Tisches aus 3 bis 6cm starkem und eindrucksvoll gezeichnetem Kernholz Seitenwände gefertigt. Diese wiederrum wurden mit Querstreben und meist auch mit Fußbrettern verbunden. Jetzt war der Tisch so stabil, dass der Bauer, ohne Risiko für den Tisch, schon mal ordentlich mit der Faust draufhauen konnte.

Weiterlesen: Wenn ein alter Tisch erzählen könnte,

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